Rügen

19 04 2015

Letzte Woche hatten wir Urlaub und verbrachten ein paar Tage auf der wunderschönen Insel Rügen. Wir hatten Glück mit dem Wetter, es war zwar recht frisch aber es regnete keinen Tag, so dass wir den Aufenthalt zu Wanderungen und Tagesausflügen nutzten. Untergekommen waren wir in einem kleinem Komfort-Hotel Im Schwedischen Hof im Ostseebad Binz. Das Hotel liegt nur ein paar Gehminuten vom Strand entfernt, was wir zum Tagesabschluß abends noch zu Strandspaziergängen nutzten. Das Hotel besitzt einen kleinen Pool, Sauna und Fitnessraum, was bei schlechten Wetter auch mal als Ausweichmöglichkeit dienen kann. Da es zum Baden noch zu kalt war, nutzten wir den Pool auch mal zur nassen Erfrischung nach einer langen Wanderung.

Vom Ostseebad Binz aus führte uns am ersten Tag der Weg durch den Granitz-Wald zu Fuß zum Besuchermagneten Jagdschloß Granitz. Wenn man nicht laufen möchte, kann man von der Seebrücke Binz aus mit dem Jagdschlossexpress fahren. Eine Besichtigung inkl. Turmbesteigung ist auf jeden Fall empfehlenswert. Das Jagdschloß thront auf dem Tempelberg und der 38 m hohe Aussichtsturm ist schon aus der Ferne sichtbar. Fürst Wilhelm Malte I. ließ das Jagdschloß von 1837-1851 für seine Gäste errichten. In der Ausstellung kann man sich einen Eindruck davon verschaffen wie die fürstliche Familie lebte. Davon zeugen die ansehnlichen Räume, repräsentative Salons und umfangreiche Trophäensammlungen. An Hörstationen kann man sich über die Schloßgeschichte informieren. Im Turm windet sich eine beeindruckende, gußeiserne, freitragende Wendeltreppe nach oben. Wer den schwindelerregenden Aufstieg zur Plattform wagt, wird nach 154 schmalen Stufen mit einem herrlichen Rundblick über die Insel Rügen belohnt.

Porträtbüsten von Luise Fürstin zu Putbus und Wilhlm Malte I. Fürst zu Putbus

Nachfolgend zu sehen: das Jagdschloß, Wendeltreppe und der Blick von der Aussichtsplattform auf Binz.

Am Nachmittag machten wir dann ab Seebrücke Binz eine Schiffstour entlang der Kreideküste zum Königsstuhl. Hier sind einige Impressionen vom Wasser aus auf die Kreidefelsen. Zu sehen ist auch der grüne Leuchtturm im Hafen von Sassnitz.

Ein schöner Sonnenuntergang von der 370 m langen Seebrücke in Binz aus beobachtet und ein abendlicher Strandspaziergang waren der Tagesabschluß.

Am Tag drauf wollten wir uns den Königstuhl von der Landseite aus erwandern. Wir fuhren mit dem Auto bis zum gebührenpflichtigen Parkplatz in Hagen 😉 und spazierten von dort aus dann noch ca. 3 km zum 118 m hohen Königstuhl, dem berümtesten Kreidevorsprung der Stubbenkammer. Einen schönen – und im Gegensatz zum Königstuhl kostenfreien – Ausblick hat man von der Viktoria-Sicht. Auf dem Bild ist die kleine Aussichtsplattform zu sehen, die wie ein Balkon über dem im folgenden Bild zu erkennenden Kreidefelsen hängt. Der Ausichtspunkt wurde nach der deutschen Kaiserin Viktoria benannt.

Nachdem wir den beeindruckenden Blick von der Viktoria-Sicht auf den Königstuhl auf uns hatten wirken lassen, waren wir gespannt diesen Höhepunkt unseres Ausflugsziels zu besichtigen. Die Aussichtsplattform des Kreidefelsens kann nur mit einer Eintrittskarte des Besucherzentrums besucht werden. Über eine schmale Stelle läuft man auf eine ca. 200 qm große Plattform, die einem einen weiten Blick auf das Meer, die angrenzenden Kreidefelsformationen und den Strand eröffnet.

Der Sage nach mussten damals Thronanwärter dieses Kreidemassiv hinaufklettern. Wem es als erstem gelang oben anzukommen, wurde zum Herrscher, daher der Name Königstuhl.

Das Multimediazentrum des Hauses führt in einer spannenden Zeitreise durch 70 Mio. Jahre Erdgeschichte. Die Ausstellung ist kindgerecht aufbereitet, alles darf angefasst und ausprobiert werden. Ein Audioguide führt mit informativen Details durch die Ausstellung. Ein Besuch lohnt sich. Im Souvenirshop des Nationalpark-Besucherzentrums erinnern u.a. Postkarten des berühmten Gemäldes “Kreidefelsen auf Rügen” an den Maler Caspar David Friedrich, der bereits 1815 vom Anblick der imposanten Kreidefelsen inspiriert wurde.

Nicht entgehen lassen sollte man sich den abenteuerlichen Abstieg auf einer Holztreppe mit 412 Stufen zum Strand. Ein Schild warnt sogar vor dem mühevollen und anstrengenden Ab- und Aufstieg. Aber die Anstrengungen machen sich bezahlt. Am Steinstrand unten kann man sich auf die Suche nach Muscheln, Hühnergöttern und Donnerkeile begeben und den Blick von unten auf die hohen Kreidefelsen erleben.

Beim Aufstieg ließ es sich nicht mehr verdrängen, dass es mit meiner Fitness und Kondition nicht mehr weit her ist. Ich begann auf halber Strecke heftig an zu schwächeln. Zwar schaffte ich letztlich alle 412 Stufen wieder hinauf, war aber dermaßen k.o., dass wir uns entschieden die Rückkehr nicht mehr zu Fuß, sondern mit einem der Shuttle-Busse anzutreten, die zwischen Parkplatz und Königstuhl hin und her pendeln. Nach unserer Rückkehr in Binz beschlossen wir den Tag mit einem erfrischenden Besuch im hoteleigenen Pool und einem gemütlichen Abendessen im Gourmet-Restaurant des Hotels 🙂

Tags drauf fuhren wir am frühen Vormittag zum Baumwipfelpfad im Naturerbe Zentrum Rügen. Auch hier fährt von der Seebrücke Binz aus der sog. Naturerbe-Prora-Express Touristen bequem bis vor die Tore. Ein 1250 m langer, barrierefreier Baumwipfelpfad führt zu einem etwa 40 m hohen Aussichtsturm, dem sog. “Adlerhorst”. Dieser bietet einen großartigen Rundblick über Prora, den Kleinen Jasmunder Bodden, die Prorer Wiek, Binz, Sassnitz über die Ostsee bis zum Kreidekliff. Eine Erlebnisausstellung informiert über die biologische Vielfalt der umgebenden Landschaft.

Im Anschluss machten wir auf dem Weg nach Sellin einen Abstecher zum Sandskulpturen-Festival in Binz. Die Sandkünstler haben beeindruckende Szenen und Figuren aus Film und Fernsehen aus Sand erschaffen. Hier einige Impressionen aus bekannten Filmen wie Matrix, Harry Potter, Fluch der Karibik, Star Wars usw.

Im Ostseebad Sellin führte uns der erste Weg über die Selliner Wilhelmstraße die sog. Himmelsleiter hinab zur prachtvollen und längsten Seebrücke der Insel (knapp 400 m). Die 87 Stufen lange Holztreppe geleitet einen auf die Seebrücke, von der aus Ausflugsschiffe starten und an deren Spitze eine Tauchgondel verankert liegt, die in die Unterwasserwelt der Ostee abtaucht. Wer die 87 Stufen nicht auf sich nehmen möchte, kann auch einen kostenlosen Fahrstuhl in Anspruch nehmen 😉

Einen Besuch in Stralsund und im Meeresmuseum und Ozeaneum wollten wir auf der Rückfahrt noch einschieben. Unsere Pläne wurden jedoch von einem langen Stau durchkreuzt, so dass wir diesen Punkt auf unseren nächsten Rügenbesuch im Sommer verschoben haben.

Abschließend noch einige Bilder zur Bäderarchitektur in Binz und Sellin.








Brick Pixels

Awesome LEGO photography | Legography

julie's passion for coloring

All about my passion for coloring...

Die Blockhütte

Fotografieren und Genießen

Creative Colouring With Hazel

My Colouring Gallery, Reviews, News and More

the geek next door

living life one day at a time

world of minifigs

Showcase of my Lego Photography using minifigures as the subject. Follow their adventures at World of Minifgs.

minifigology

The study of Lego Minifigures

Maehnenwoelfin

Personally, polyglot, and just me

made by mitza

flowers in macro, views of decay, fine arts

La Dépaysée

Feeling Foreign Around The World

Momentaufnahmen

Die Welt aus meiner Perspektive

Paula's Diary

eye-catcher